Das weiße Kreuz
Das Weiße Kreuz:
Ein Denkmal der Erinnerung
Das Denkmal, das im Jahr 1921 von
der Witwe Agathe Baumgärtner
errichtet wurde, ist kein klassisches
Feldkreuz.
Es ist ein Gedenkstein, gestiftet zum
ewigen Gedenken an ihre im Ersten
Weltkrieg gefallenen Söhne.
Zum Gedenken an die Söhne der Familie Baumgärtner
Hinter diesem Stein steht das schwere Schicksal einer Mutter und ihrer Familie, deren Söhne nicht mehr aus dem Krieg heimkehrten:
• Johann Baptist Baumgärtner
geboren am 18. Dezember 1882 in Neuthard. Er war der Ehemann von Anna (geb. Dres) und Vater von fünf gemeinsamen Kindern, wobei der jüngste Sohn erst nach seinem Tod zur Welt kam. Er fiel am 13. Februar 1916 bei Souain (nahe Saint-Marie-à-Py) und fand seine letzte Ruhestätte auf dem Soldatenfriedhof in Sainte-Marie-à-Py in Frankreich.
• Ambros Baumgärtner
geboren am 23. Januar 1888. Er diente als Unteroffizier der Reserve und war für seine Tapferkeit Träger des Eisernen Kreuzes 2. Klasse. Er fiel am 31. Januar 1915 infolge eines Bauchschusses bei Łowicz und wurde vor Ort im heutigen Polen beigesetzt.
Zeuge des Wandels:
Die Standorte des Kreuzes
Ursprünglich markierte das Weiße Kreuz den historischen Verlauf der alten Straße nach Karlsdorf. Als diese Verkehrsachse begradigt wurde, rückte das Kreuz ein Stück in den Hintergrund und stand über viele Jahre hinweg leicht zurückversetzt auf einem Grundstück.
Ein weiterer tiefgreifender Einschnitt folgte in jüngster Zeit:
Im Zuge des Neubaus des Feuerwehrhauses musste das historische Denkmal weichen. Die letzten Besitzer, die Familien Kretzler und Fetzner, vermachten das Kreuz schließlich der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard. Nach sorgsamer Planung hat das Weiße Kreuz nun an seinem heutigen Platz eine neue, würdige Heimat gefunden.
In mühevoller Handarbeit:
Die Restaurierung am alten Standort
Die Spuren der Jahrzehnte waren unübersehbar, als die Restaurierungsarbeiten begannen. Der mächtige Granitstein war von einer dichten, hartnäckigen Schmutz- und Flechtenschicht überzogen, was die Helfer vor eine echte Herausforderung stellte. Mit viel Geduld und in feiner Handarbeit wurde das originale Marmorkreuz behutsam gesäubert. Auch der Korpus, der in der Vergangenheit leider mehrfach beschädigt worden war, konnte erfolgreich restauriert werden.


